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SHA Staffel 14 erfolgreich beendet mit Staffel 6
Der letzte Block der Suchthelferausbildung begann mit einem herzlichen Wiedersehen. Schon am ersten Morgen wurde deutlich, wie vertraut die Gruppe in den vergangenen 1,5 Jahren miteinander geworden ist. Die Befindlichkeitsrunde öffnete den Raum für das, was dieses Wochenende prägen sollte: ein gemeinsamer Blick zurück – und nach vorn.
Abschlusspräsentationen – ein lebendiger Rückblick auf 1,5 Jahre Lernen
Im Mittelpunkt des Wochenendes standen die Abschlusspräsentationen. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer stellte ein selbstgewähltes Thema aus der Suchtkrankenhilfe vor. Die Vielfalt der Inhalte spiegelte die Breite der Ausbildung wieder:
FASD, Rauchen, die Darm‑Hirn‑Achse, Versorgungslücken, Depressionen und Alkohol, Co‑Abhängigkeit, Alkohol in Lebensmitteln, Öffentlichkeitsarbeit, Trigger und Glimmer, Gruppenleitung, Selbstfürsorge und Achtsamkeit.
Man spürte, wie viel Herz in jedem Thema steckte, wie sich Wissen vertieft hatte, wie viel Vertrauen nötig war, um so offen zu sprechen, und wie sehr die Gruppe sich gegenseitig getragen hat. Es war ein Miteinander‑Fühlen, ein Miteinander‑Lernen, ein Miteinander‑Wachsen.
Ein Tag voller Orientierung und Austausch
Der Samstag begann mit einer kurzen Meditation. Anschließend folgte ein intensiver Vormittag mit Referent Heinrich Griep (Kettler Stiftung) zum Thema juristische Fragen in der Suchthilfe. Er gab einen klaren Überblick über die Verschwiegenheitspflicht, ihre Grenzen und die Verantwortung von Gruppenleitungen. Themen wie Gefahr für Leib und Leben, Umgang mit Straftaten, Suizidankündigungen, Gewalt in Gruppen, Hausrecht und die Rolle des Kreuzbundes wurden praxisnah und verständlich vermittelt.
Der Nachmittag gehörte erneut den Abschlussprojekten – getragen von Wertschätzung, Offenheit und gegenseitiger Unterstützung.
Am Abend schenkte uns Diakon Martin Huber eine Andacht, die sich wie ein warmer Mantel um die Gruppe legte. Das Thema: „Die Tür“.
„Damit niemand mehr vor verschlossener Tür stehen muss, öffnet Gott uns die Tür zum Himmel.“
Und als wir gemeinsam sangen:
„Komm herein, ruh dich aus, ich bin die Tür, hier beginnt dein Zuhaus.“
… da war spürbar, dass diese Ausbildung genau das war: Ein Zuhause auf Zeit. Ein Raum, in dem wir wachsen durften.
Das anschließende Buffet, die Gespräche, das Lachen – all das war nicht einfach ein Abend. Es war ein Danke an die gemeinsame Reise.
Zertifikate – ein gemeinsamer Abschluss
Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Abschlusses. Die Übergabe der Zertifikate war ein bewegender Moment, der den gemeinsamen Weg würdigte. Freude, Stolz und Erleichterung waren deutlich spürbar. Beim abschließenden Mittagessen wurde der Wunsch laut, sich in einem Jahr wiederzusehen – ein Zeichen für den starken Zusammenhalt, der in dieser Zeit entstanden ist.
Ein Weg, der Spuren hinterlässt
Die Ausbildung war geprägt von Offenheit, gegenseitiger Unterstützung, fachlicher Weiterentwicklung und persönlichem Wachstum. Die Gruppe hat sich auf eine intensive Reise eingelassen, Wissen vertieft, Haltung entwickelt und sich als Gemeinschaft getragen. Was bleibt, ist Dankbarkeit – für die gemeinsame Zeit, für die Erfahrungen und für das Vertrauen, das sich über die Monate hinweg aufgebaut hat.
Ein besonderer Dank gilt den beiden Referenten der Staffel, Matthias Brendel und Wolfgang Böhringer, für ihre fachliche Begleitung, ihre Herzlichkeit und ihre Empathie. Ebenso danken wir dem Kreuzbund, der diese qualifizierte Weiterbildung ermöglicht und den Rahmen für diese wertvolle Erfahrung geschaffen hat.
Ein herzliches Dankeschön geht auch an das hervorragende Organisationsteam mit Michael Holzer - unsere Mann vor Ort -, Sarah Rogge - unsere Hausbelegungskoordinatorin - und Ursel Lux als Gesamtverantwortliche und Organisatorin der Suchthelferausbildung.
Bericht: Barbara Schmeer
Fotos: Anja Dorst, Jörg Kowalski
