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„Kreuzbund Kompakt“ Tageschulung 2026
Am 21. Februar 2026 in Darmstadt im nr30
Es war schon eine Leistung von unserem Referenten Ralf Rieß aus dem DV Regensburg, bei dem Kreislaufwetter und dem sehr theoretischen Seminarstoff von KB Kompakt alle 17 Teilnehmenden bei Laune zu halten. Dieses Mal waren auch Weggefährtinnen aus den DVs Fulda und Limburg dabei.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde begann Ralf seinen Vortrag mit dem berühmten Zitat von Laotse „Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut“.
Warum überhaupt KB Kompakt:
KB Kompakt stellt in kurzer und übersichtlicher Form die Ziele, Arbeitsweisen und Organisation der Verbandsarbeit dar. Es informiert über alles Wichtige im Kreuzbund und soll dazu dienen, das Zugehörigkeitsgefühl zu festigen.
Dies bedeutet:
- über den gesamten Bundesverband grundlegend informiert zu sein,
- allen Weggefährten und Fördermitgliedern einen einheitlichen und aktuellen Informationsstand im Kreuzbund zu ermöglichen und
- eine möglichst gemeinsame Sprache im Kreuzbund zu sprechen.
Die wichtigsten Inhalte unserer KB-Arbeit sind Auffangen, Ermutigen, Informieren, Orientieren und Unterhalten. Ziel ist die „zufriedene Abstinenz“ für die Abhängigkeitskranken, sowie „Zufriedenheit und Entfaltung der Persönlichkeit“ für alle Mitglieder.
Der Kreuzbund wurde 1896 von Rektor Josef Neumann als „Katholischer Verein gegen Missbrauch geistiger Getränke“ gegründet. Die Motivation lag an der Betroffenheit in der Familie, und er wollte etwas gegen den „Elendsalkoholismus“ der frühindustriellen Gesellschaft tun. Heute ist der Kreuzbund eine katholische Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für suchtkranke Menschen und Angehörige sowie ein Fachverband der Caritas.
Alle weiteren Informationen zu KB Kompakt sind auf der Homepage des Bundesverbandes unter „Downloads und Arbeitshilfen“ verfügbar und herunterzuladen.
Unsere Kleingruppenarbeit beschäftigte sich mit der Werbung von Mitgliedern, und wie wir langjährige Nichtmitglieder einer Gruppe als Mitglieder gewinnen können. Die Argumente für eine Mitgliedschaft sind nie alle und für Alle anwendbar, sondern sollten immer nur auf die jeweilige Person bezogen sein. Jeder Verein kostet Geld, und spätestens nach 1 Jahr in der Info- oder in der festen Gruppe sollte das Thema Mitgliedschaft angesprochen werden.
Abschließend stellte Ursel kurz das „Netzwerk Sucht-Selbsthilfe Hessen“, die Landeskonferenz der Sucht-Selbsthilfe Hessen (LKSH) vor, die der unabhängige Zusammenschluss von ca. 500 hessischen Sucht-Selbsthilfegruppen verschiedener Verbände und Organisationen in Hessen darstellt. Die LKSH arbeitet in enger Kooperation mit der Hessischen Landesstelle für Sucht (HLS) zusammen. Sie organisiert einmal jährlich die „HLS Jahreskonferenz der Sucht-Selbsthilfe“ (dieses Jahr am 28.02.2026 in Frankfurt über „Mediensucht“) sowie die verbandsübergreifende Statistik der Sucht-Selbsthilfe in Hessen. Die zweimal jährlich stattfindenden Online-Sitzungen der LKSH sind immer offen für neue, interessierte Teilnehmende, die sich auf einen interessanten Informations- und Erfahrungsaustausch freuen können.
Ursel dankte unserem Referenten Ralf Rieß für seinen interessanten Input und allen Teilnehmenden für ihre geduldige Aufmerksamkeit.
Bischofsheim, 22.02.2026
Ursel Lux